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  • Daniel KienastDaniel Kienast
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    Brauchen wir im Stockwerkeigentum wirklich eine eigene Hausordnung, damit nachts um zwei niemand Trompete spielt?

    Kürzlich fragte mich ein Eigentümer per Mail: ‚Wo stehen unsere Ruhezeiten und stellen wir an der nächsten Versammlung den Antrag für eine Hausordnung?‘

    Meine ehrliche Antwort als Verwalter: In 90 % der Fälle bringt eine Hausordnung absolut gar nichts!

    Warum? Das meiste steht sowieso schon im Grund-Reglement. Und der ganze Rest fällt schlicht unter das Thema gesunder Menschenverstand.

    Denn wer der Meinung ist, mitten in der Nacht Instrumente zu üben oder Partys zu feiern, lässt sich von einem gedruckten Zettel im Treppenhaus doch nicht aufhalten! Wer keine Einsicht hat, ignoriert eine Hausordnung genauso wie den Nachbarn.

    Dazu kommt: Ruhezeiten sind ohnehin durch die örtliche Polizeiverordnung glasklar und rechtlich verbindlich geregelt. Verstösst jemand dauerhaft dagegen und stellt sich stur, hilft am Ende leider kein Regelpapier, sondern oft nur der Beizug der Polizei.

    Eine Hausordnung erzeugt meist nur Papier, ersetzt aber niemals das persönliche Gespräch und gegenseitige Rücksichtnahme.

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