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Warum immer wieder Anliegen im Stockwerkeigentum abgelehnt werden, welche rational betrachtet nicht abzulehnen sind, die man einfach machen müsste
In einer Stockwerkeigentümergemeinschaft treffen Personen mit unterschiedlichsten Vergangenheiten aufeinander. Wer welche Kenntnisse über ein entsprechendes Thema mit sich bringt, ist sicherlich abhängig vom eigentlichen Interesse und der aufgewendeten Zeit und Recherche dafür. Allerdings ist dies auch abhängig von der jeweiligen Lebenserwartung oder der Aus- und Weiterbildung und dem beruflichen Werdegang. Ebenfalls können sprachliche Hürden dazu führen, dass sich Eigentümer gar nicht im selben Masse auf einen Antrag vorbereiten können, da die zur Verfügung gestellten Unterlagen/Offerten etc. nicht verstanden werden. Warum ein Antrag, welcher für die gesamte Gemeinschaft gewinnbringend und auch aus Kosten/Nutzen-Sicht absolut sinnvoll ist, dennoch nicht angenommen wird, kann mitunter auch mit dem unterschiedlichen Wissensstand innerhalb der Gemeinschaft zusammenhängen.
Für den Antragsteller mag dies sehr frustrierend sein, wenn ein Antrag nach all der für die Gemeinschaft aufgewendeten Freiwilligen-Arbeit ohne nennenswerte Argumente nicht angenommen wird. Man muss ich bewusst sein, dass einige der Miteigentümer sich erst zum Zeitpunkt der Versammlung das erste Mal mit diesem Thema beschäftigen. Je nach Umfang des Antrages liegen also Wochen oder Monate an Informationsvorsprung zwischen den einzelnen Eigentümern.Als treibende Kraft mit dem Ziel eine Veränderung innerhalb der Gemeinschaft zu erreichen, sollte man Geduld mit sich bringen. Auch einen Durchhaltewillen und das Verständnis dafür, dass der direkte Weg wohl nur in den wenigsten Fällen zum Ziel führen wird, hilft sehr stark. Bis dir bewusst, dass eine erste Ablehnung eines Antrags kaum gegen dich gerichtet ist, sondern entweder noch eine Präzisierung des Projektes oder auch einfach etwas Zeit für die Entscheidfindung benötigt wird.
Bietet als Bewirtschafter engagierten Eigentümern eure Unterstützung an. Als neutrale und externe Person fällt es euch vermutlich leichter, die Hintergründe zu erkennen, warum ein Projekt eine Extra-Schlaufe benötigt. Und so könnt ihr massgebend dafür sorgen, dass die Motivation für eine Veränderung nicht untergeht.
Gerade bei komplexen Projekten oder Themen hat sich folgendes bewährt:
– Bildung Arbeitsgruppe
– Durchführen Informationsversammlung
– Beizug eines Fachmannes, der auch an der Versammlung teilnimmt.
– Strukturierte, einfache Zusammenfassung mit den wesentlichen Punkten, wie Ausgangslage, Argumente für Projekt, Kosten, Finanzierungsvorschlag, statt nur Offerte vorlegenDamit stehen die Chancen, dass ein Antrag angenommen, häufig besser.
Herzlichen Dank Herr Tellenbach für die Ergänzung.
Der Weg mit Einbezug einer Arbeitsgruppe nutze ich effektiv auch je länger je mehr. Auch die Info-Versammlung sehe ich als einen sehr sinnvollen Weg, da bewusst keine Entscheidung gefällt werden muss. Das nimmt sehr viel Druck raus.Und der Beizug eines Fachmanns unterstützen wir bei ProSteg AG natürlich auch – das ja der Grund, warum es unsere Firma gibt. Da es einfach Themen gibt, welche bei der Verwaltung nicht am richtigen Ort sind; und auf welche die Verwaltung besser gar nicht erst eine Stellungnahme abgibt. Die Verwaltung sollte zu jeder Zeit neutral bleiben können und gar nicht erst zwischen die Fronten geraten.
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