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  • Daniel KienastDaniel Kienast
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    Du hast ein E-Auto gekauft und lässt dir von einem Bekannten mal eben eine Ladestation in der Tiefgarage installieren, die direkt über deinen Wohnungszähler läuft. Kein Problem, schliesslich ist es dein Strom, oder?
    Schlechte Idee! Wenn deine Gemeinschaft nämlich eine Gesamtlösung mit Lastmanagement beschlossen hat, gibt es keine Extrawürste mehr. Und das hat zwei wirklich gute Gründe.

    Technisch gesehen kann man das Kabel zwar direkt auf den Wohnungszähler klemmen – aber damit riskierst du das grösste Problem überhaupt: Überlastung!
    Wenn am Feierabend alle kochen, die Wärmepumpe läuft und dann mehrere E-Autos ungeregelt Vollgas Strom ziehen, fliegt die Hauptsicherung des Energielieferanten raus. Dann liegt die ganze Überbauung im Dunkeln. Das Lastmanagement sorgt dafür, dass zuerst die Wohnungen Strom kriegen, und nur das, was übrig bleibt, clever an die E-Autos verteilt wird. Wer sich mit dem direkten Anschluss an den Wohnungszähler «illegal» vorbeimogelt, klaut der Allgemeinheit den Saft und riskiert den Systemabsturz!

    Aber nicht nur technisch, sondern auch rechtlich spielt man mit dem Feuer. Gibt es einen klaren Beschluss für eine Gesamtlösung, gilt eine Pflicht zum Anschluss für alle E-Ladestationen. Wer sich mit einer Einzellösung querstellt, handelt «illegal». Das bedeutet: Jeder einzelne Miteigentümer kann im Nachgang den kompletten Rückbau deiner Installation einfordern!

    Wer hier schummelt, zahlt am Ende doppelt: Einmal für den illegalen Einbau und einmal für den Rückbau inklusive der Kosten für den richtigen Anschluss – und möglicherweise für eine zweite Wallbox, falls die erste nicht in das System passt. Wenn deine Gemeinschaft eine Profilösung beschliesst, dann zieh mit – zum Schutz der Liegenschaft und deines eigenen Portemonnaies.

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