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  • Daniel KienastDaniel Kienast
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    Steht auch bei dir ein Heizungsersatz im Stockwerkeigentum an?
    Oder bist du als Verwaltung damit konfrontiert?

    Dann willkommen im Haifischbecken.
    Das Thema ist zwischenzeitlich doch bei vielen Gemeinschaften angekommen. Dies nicht nur freiwillig, gerade die neuen Energievorschriften zwingend einem zumindest mittelfristig zum Handeln. Nutzt eine Liegenschaft heute Gas oder Öl wird ein Wechsel vorallem eines: sehr viel teurer. Und es wird komplex, weil oft weitreichende Umbauten nötig sind. Dazu später mehr. Dies führt dazu, dass ein solcher Wechsel von langer Hand geplant und auch finanziert werden will.
    Zack, schon wird es wieder schwierig – da viele Stockwerkeigentümer selber gar keinen so langen Planungshorizont haben. Kaum jemand interessiert sich, was in 10 Jahren ist; da man schlicht nicht mehr gleich zu Hause ist wie früher. Etliche Wohnungen sind vermietet (da liegt der Blick auf der Rendite), man kauft mal etwas und verkauft es nur wenige Jahre später wieder, ältere Eigentümer bewohnen die Wohnung (die sehen schlicht keinen Bedarf für sich selber mehr).

    Dennoch ist es unser Job als Bewirtschafter, dass die Liegenschaft unterhalten bleibt, Strategien vorhanden sind, Gelder zur Verfügung stehen – alles damit das Gebäude den Wert behält und somit auch verkaufbar und vererbbar bleibt.

    Fehlt der lange Planungs- und Finanzierungshorizont müssen heutzutage Eigentümer rasch mal Geld nachschiessen. Sollte das Geld nicht vorhanden sein, werden teilweise abstruse Argumente gegen ein Vorhaben eingebracht – statt einfach zu sagen, dass man gerade nicht flüssig ist. Denn dann könnte man zielführend Lösungen suchen. Nein man hört sowas wie:
    – Wärmepumpen sind so laut, dass man nicht mehr wird schlafen können oder die Kinder auf dem daneben liegenden Spielplatz einen Schaden erleiden werden
    – Fernwärme wird zu wenig Energie liefern und alle werden frieren müssen im Winter
    – PV-Module würden durch Kinder gebaut
    Da gilt es primär einmal, diese Argumente zu widerlegen und «Fake News» vom Tisch zu bringen.

    Was man allerdings sagen muss, egal was das Thema an einer Versammlung ist, wir treffen heutzutage auf deutlich polarisierendere Meinungsäusserungen als noch vor wenigen Jahren, noch vor der Corona-Pandemie. Zwischen «es gibt nur einen Planeten, retten wir diesen egal was es kosten mag» zu «alles Quatsch mit der Klimaerwärmung, Öl und Gas wird es immer geben, ist am günstigsten, also bleiben wir bei dem» hören wir alles.

    Also auch hier: aktiv ein Thema aufnehmen, über mehrere Jahre einen Entscheid aufbauen und Vorantreiben dürfte ein Erfolgsfaktor sein.

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