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Willst du wissen, welche grosse Herausforderung in vielen Stockwerkeigentümergemeinschaften lauert?
Heizungsersatz!Um die Klimaziele zu erreichen, wurde die Energievorschriften deutlich verschärft. Für die Gemeinschaften sehr bedeutend ist dabei der schrittweise Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen. Die Umsetzung ist kantonal geregelt, geht aber vielerorts irgendwann nach dem Jahr 2030 los. Bei einigen Kantonen gilt dies schon heute, dass bei einem Ausfall einer dieser beiden Heizungen, kein 1:1 Ersatz mehr möglich ist. Es muss also auf eine klimafreundlichere Heizung umgestiegen werden. Und da liegen die grossen Herausforderungen, die wären:
– Platz im Gebäude: Luft-Wasser Wärmepumpen / Erdsonden / Anschluss Fernwärme brauchen zusätzliche Speicher, da die Heizkörper nicht direkt aber der Heizung gespiesen werden können. Und der Platz für zusätzliche zuweilen sehr grosse Boiler ist oft nicht vorhanden
Auch Pellets-Heizungen brauchen für die Lagerung der Pellets einen grossen Tankraum
– Platz ums Gebäude: Um eine Luft-Wasser Wärmepumpe aufzustellen; oder auch um Erdsonden zu bohren braucht es Platz den nötigen Platz ums Gebäude herum, auch nicht immer gegeben
Fehlt der Platz, wird dies die schon beschränkte Auswahl an Alternativen nochmals stark einschränken. Auch schon vorgekommen, dass aufgrund Platzmangel und der Vorschriften (Wärmepumpen sind nicht überall erlaubt) einzig und alleine eine Pellet-Heizung möglich war.
– Zeit zur Umsetzung: Um den richtigen Ersatz zu finden braucht es Expertise, Fachwissen, Energie-Simulationen, viele Abklärungen – sprich viel Zeit. Da sprechen wir rasch mal von 1 – 2 Jahren, nicht mehr Monaten wie früher als eine Heizung 1:1 ersetzt werden konnte. Geht die Öl- oder Gasheizung irreparabel kaputt, steht ohne ein fertiges Projekt eine teure Übergangszeit an. Diese Planungsphase muss mit mobilen Heizzentralen überbrückt werden, welche wirklich kostspielig sind.
– Geld – die womöglich grösste Problematik: im Vergleich zu Öl- und Gas-Heizungen sind die Alternativen teurer, viel teurer. Ein einem Fall aktuellen Fall ist die Erdsondenheizung für eine Gemeinschaft mit 30 Wohnungen 6 – 8 x teurer als die Öl-Heizung. Klar ist der Betrieb dann deutlich «günstiger», aber die Einmalinvestition ist für viele kaum zu stemmenGanz ehrlich, das wir Eigentümerinnen und Eigentümern von älteren Gebäude mit Öl- und Gasheizungen noch sehr beschäftigen, und damit natürlich auch uns in der Bewirtschaftung. Da gilt es kreativ zu sein. Etwas woran ich gerade bin. Ich habe angestossen, dass wir in einer älteren Liegenschaft über ein neues System den Energieverbrauch reduzieren können, damit dann auch eine kleinere Heizung möglich sein könnte. Denn dort fehlt genau der Platz für die gemäss Hochrechnung benötigte alternative Heizanlage.
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