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  • Daniel KienastDaniel Kienast
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    Alles digitalisieren, coole Apps für die Abstimmung an der Eigentümerversammlung – das klingt genial, spart Zeit und dokumentiert alles automatisch, oder? Aber in der echten Praxis laufen wir da oft gegen eine Wand!

    Als Verwaltung prüfen wir solche Systeme regelmässig. Das Problem? Erstens treiben diese ‚Helferleins‘ die IT-Lizenzkosten nochmals markant nach oben! Das ist richtig teuer.

    Und zweitens – viel wichtiger: In vielen Gemeinschaften gibt es nach wie vor Eigentümer ohne Smartphone oder E-Mail-Adresse. Klar, man könnte jetzt einen Zwang einführen. Aber was passiert dann? Es entstehen unbewirtschaftete E-Mail-Konten. Und das wird bei der elektronischen Zustellung von relevanten Dokumenten wie der Versammlungseinladung oder dem Protokoll brandgefährlich! Wenn es hart auf hart kommt und ein Beschluss angefochten wird, hast du als Verwaltung ein massives Beweislast-Problem.

    Zudem: von 20 Anträgen kommt es an Versammlungen vielleicht bei einem zu einem knappen Ergebnis. In allen anderen ist das Zählen des Abstimmungsergebnisses ein Kinderspiel für die geübte Verwaltung.

    Aber hey, kein Grund zur Sorge: Die Zeit dreht sich weiter! Die Lösungen werden im Massenmarkt immer günstiger und irgendwann geht es gar nicht mehr ohne digitale Tools. Bis dahin bedeutet echtes Profi-Management einfach: Wir gehen den Weg, der für ALLE Generationen im Haus sicher und gangbar ist. Denn echter Zusammenhalt entsteht nicht durch die modernste App, sondern dadurch, dass niemand abgehängt wird!

    Wer hat schon eine App im Einsatz bei seiner STWE? Erfahrungen dazu würden mich brennend interessieren; danke für eure Kommentare oder auch Nachrichten.

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