Neubauabnahme oder Gross-Sanierung: Für viele Verwaltungen der Moment, in dem sie sich massiv übernehmen. Mein dringender Rat aus der Praxis: Führe eine Abnahme nur dann allein durch, wenn du das absolute Fachwissen intern hast und dir das auch wirklich zutraust!
Es ist keine Schande, eine externe Unterstützung beizuziehen – im Gegenteil: Es ist professionell. Ich gehe sogar noch weiter: Prüft, ob ihr den gesamten Mängel-Betreuungs-Prozess bei einem Neubau komplett auslagert wollt. Das bedeutet, dass die Mängel direkt an einen Baufachexperten gemeldet werden. So stellst du gleichzeitig sicher, dass die Triage zwischen Sonderrecht und Gemeinschaftsteilen sauber läuft und rechtssicher dokumentiert wird.
Ein Knackpunkt ist auch die Entscheidung: Muss dieser Mangel sofort behoben werden oder kommt er auf die Liste für die 2-Jahres-Garantie? Diese Verantwortung sollte klar geregelt sein. Vertraglich muss von Anfang an feststehen: Was leistet die Verwaltung, was kostet es und wo fängt die externe Fachexperten-Beratung an?
Viele Verwaltungen trauen sich nicht, das Thema Kosten und externe Hilfe beim Mandatsgewinn anzusprechen – aus Angst, den Auftrag womöglich nicht zu erhalten. Aber mal ehrlich: Gerade bei diesem Thema braucht es eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Das schützt nicht nur dich als Bewirtschafter vor Haftungsansprüchen, sondern vor allem die Gemeinschaft vor teuren Baumängeln.
Mein Fazit: Wissen, was man kann – und wissen, wann man Hilfe braucht. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die höchste Form der Professionalität im Stockwerkeigentum.