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Und damit meine ich nicht nur, wer sitzt neben wem. Sondern wie sind die Stühle angeordnet.
Ihr kennt es:
– Klassisch, wie in der Schule. Tische und Stühle in Reihen und zur Versammlungsleitung gerichtet
Sicherlich ideal, wenn hauptsächlich Anträge und Informationen einseitig aufgezeigt und erläutert werden können – auch gut, da man Notizen mitnehmen und auch nachführen kann. Allerdings bestimmt weniger geeignet für eine umfangreiche Diskussionsrunde, also bei kritischen Anträgen welche intensiv zu diskutieren sind; da sich viele ja immer drehen und wenden müssen, je nachdem wer woher spricht.
– Theaterbestuhlung, nur mit Stühlen ohne Tische. Ebenfalls in Reihen und mit Blick zur Versammlungsleitung aufgestellt. Dies vermutlich der ideale Weg für wirklich grosse Versammlung. Da man ohne die Tische viel enger sitzen kann und all die mündlichen Ausführung viel besser verständlich sein werden. Diese Art kann aber je nach kommen und gehen auch zu Unruhe führen.
– U-Form: Auf diese Weise lässt sich wunderbar über umfangreiche Themen diskutieren. Und mit den Tischen können auch Unterlagen wie Offerten, Skizzen oder Pläne überall eingesehen werden. Jeder sieht jeden; braucht aber je nach Grösse der Gemeinschaft einen grossen Raum.
– Blockform, Konferenztisch: Alle sitzen um einen grossen Tisch herum. Dies natürlich nur bei kleinen Versammlungen überhaupt möglich; dort kann dies aber eine sehr angenehme Atmosphäre schaffen; denn alle sind mittendrin und auf Augenhöhe.
– Bankett: Also mehrere Tischreihen mit Stühlen. Die Teilnehmer müssen sich aber fast alle abdrehen, um vorne die Versammlungsleitung zu sehen. Zudem ist die Sicht oft eingeschränkt. Für diese Art muss die Gemeinschaft schon eine gehörige Portion Disziplin mit sich bringen. Denn wie bei einem Bankett ist die Verlockung gross, mit den Nachbarn etwas zu plaudern.
– Stuhlkreis: Wie damals im Kindergarten. Wohl im Stockwerkeigentum eher weniger geeignet, da auch die Versammlungsleitung dann keinen Tisch vorfindet. Dies nämlich genau der Vorteil, dass man sich nicht hinter einem Tisch verstecken kann und somit eher alle aktiv dabei sind.
– Eher etwas exotisch: V-Form, wie im Parlament werden die Tische schräg zur Mitte hin angewinkelt. So sieht man noch besser zur Versammlungsleitung und könnte eine etwas offenere Gemeinschaftsgefühl bieten, als bei starren Reihen.Kommt doch überhaupt nicht darauf an??
Oh doch, tut es. Auch wieder ein Thema, welches wesentlich durch die Verwaltung beeinflusst wird, oder aktiv beeinflusst werden müsste. Evtl. liegt es auch einfach an der für diese Gemeinschaft ungeeigneten Sitzordnung, dass die Versammlungen unbefriedigend ablaufen. Einfach mal was neues probieren.
Ein kleines Schräubchen, welches aber entscheidend sein kann für ein freudiges und zielführendes Gelingen in einer Gemeinschaft.Und noch ein Tipp: Achtet darauf, dass zwischen den Stuhlreihen genügend Platz für Fluchtwege bliebt. Wenn man gefühlt eingequetscht ist, ist man nicht konzentriert dabei.
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